Das Liechtensteinische Rote Kreuz wurde am 30. April 1945 auf Initiative I.D. Fürstin Gina von Liechtenstein gegründet.
Ausschlaggebend für die Gründung des Roten Kreuzes war das Flüchtlingselend an der Grenze in Schaanwald. In den letzten Kriegstagen suchten dort Tausende von Flüchtlingen Hilfe. Allein am 1. Mai 1945 registrierte man über 1’100, und insgesamt kamen in jenen Tagen über 7’000 Flüchtlinge nach Liechtenstein – mehr als die Hälfte der damals 12’000 Einwohner zählenden Bevölkerung!
Nach den Soforthilfemassnahmen an der Grenze in Schaanwald bildete die Hilfe an kriegsgeschädigte Menschen noch während Jahren einen Schwerpunkt der liechtensteinischen Rotkreuz-Arbeit.
Nachdem mit diesen Aktionen die grösste Kriegsnot gelindert war, begann das LRK, seine Hilfe und die materiellen Mittel vermehrt auf das Inland zu konzentrieren. Bereits 1946 war eine Säuglingsfürsorge ins Leben gerufen worden, die noch heute unter dem Namen Mütter- und Väterberatung existiert. Es folgten weitere Jahre des Aufbaus, in denen das Liechtensteinische Rote Kreuz im In- und Ausland zu einer geschätzten und geachteten Hilfsorganisation wurde.
Fürstin Gina hat das LRK während 40 Jahren mit Umsicht, Herzenswärme und Menschlichkeit geführt und dafür den höchsten Orden erhalten, den die Internationale Rotkreuz-Gemeinschaft zu vergeben hat.
1985 hat die damalige Erbprinzessin und heutige Fürstin, I.D. Marie von Liechtenstein, das Präsidium übernommen. Sie führt das humanitäre Werk seither mit viel Engagement weiter und hat sich in den letzten Jahren besonders für die Opfer des Krieges in Südosteuropa eingesetzt. Mit viel persönlichem Einsatz sorgt sie dafür, dass das LRK im In- und Ausland bei kriegerischen Auseinandersetzungen, Natur- und Hungerkatastrophen Hilfe leisten kann.
Wenn Sie mehr über die Geschichte des LRK wissen wollen, senden wir Ihnen gerne die Broschüre «50 Jahre Liechtensteinisches Rotes Kreuz 1945 – 1995» zu. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.