Liechtensteinisches Rotes Kreuz
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Kinderheim Gamander, Schaan

 

 

Foto: Daniel Ospelt

 

Im Jahr 1956 ging für das Liechtensteinische Rote Kreuz ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Nach jahrelangen Bemühungen konnte am 8. Dezember das Kinderheim Maschlina in einem kleinen Einfamilienhaus in Triesen eröffnet werden, für Kinder, die aus irgendwelchen Gründen für kürzere oder längere Zeit nicht in ihren Familien leben konnten. 

 

Das Kinderheim war ein gemeinsames Werk des LRK und der liechtensteinischen Bevölkerung. Da die Platzverhältnisse bald zu eng waren, wurde 1965 in Schaan das neue Kinderheim Gamander mit grosszügiger Gartenanlage bezogen und bot Platz für 18 Kinder.

 

Anlässlich einer Rotkreuz-Generalversammlung in Budapest im Jahre 1991 besuchten die damalige Präsidentin, I.D. Fürstin Marie von Liechtenstein, und die damalige Auslandsdelegierte, Dr. Marianne Marxer, in Ungarn und Rumänien einige Flüchtlingslager, in denen Opfer des Krieges in Südosteuropa Aufnahme gefunden hatten. Dabei entstand der Gedanke, in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst von Ungarn, Kinder und Jugendliche aus den dort überall hoffnungslos überfüllten Flüchtlingslagern nach Liechtenstein zu holen und sie hier für jeweils einen Monat zu betreuen.

 

Grosse Veränderungen standen im Jahr 1992 an. Aufgrund des mitterweile ausgebauten sozialen Netzes in Liechtenstein wurde das Kinderheim nach 25 Jahren in der bisherigen Form aufgelöst und einem neuen Zweck zugeführt. Fortan sollte das Heim Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten für einen rund einmonatigen Ferienaufenthalt zur Verfügung stehen. Das Projekt begann im November 1992 mit Kindern aus Osteuropa.

 

Ende April 2015 machte die 247. Gruppe im Kinderheim Gamander Ferien. Bis anhin haben über 3900 mit über 900 Betreuungspersonen ca. 800 Ferienwochen in Liechtenstein verbracht.

 

Jede Gruppe wird von unserer ehemaligen Präsidentin, I.D. Fürstin Marie von Liechtenstein, auf Schloss Vaduz herzlich empfangen und durch das Schloss geführt.