Humanitäre Schirmgasse

Anlässlich des Jubiläums sowie des Staatsfeiertages entsteht im Städtle von Vaduz die erste Humanitäre Schirmgasse Liechtensteins.
Seit der Gründung 1945 prägt das Liechtensteinische Rote Kreuz das gesellschaftliche Leben im Land. In unseren über 80 Jahren Tätigkeit blicken wir auf viele Meilensteine zurück.
1945 – 2025
Wichtige Meilensteine in der Chronologie des Liechtensteinischen Roten Kreuzes.

Anlässlich des Jubiläums sowie des Staatsfeiertages entsteht im Städtle von Vaduz die erste Humanitäre Schirmgasse Liechtensteins.

Im August 2025 wurde der neuste Rettungswagen «Olga 1» mit moderner Ausstattung und Typ-C-Zertifizierung gesegnet und in Betrieb genommen. Finanziert wurde die «fahrende Intensivstation» sowohl durch die Unterstützung der Regierung als auch durch die 300-Jahre-Jubiläumsstiftung.

Am 30. April 2026 feiert das Liechtensteinische Rote Kreuz sein 80jähriges Bestehen.

Unter dem Patronat des LRK eröffnet am 1. Dezember 2023 das Haus der Familien im Schaaner Zentrum. Es beherbergt 14 Organisationen rund um die Anliegen von Schwangeren, Eltern und Kindern — darunter die Mütter- und Väterberatung des LRK, das Eltern-Kind-Forum und eine Babytherapie.

Der Ukrainekrieg löst eine grosse Solidaritätswelle in Liechtenstein aus: Das LRK sammelt Spenden und engagiert sich für die Flüchtlinge. Einige ukrainische Familien mit Kindern finden Zuflucht im Haus Gamander.
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Nicole Matt-Schlegel wird neue Geschäftsführerin beim LRK und übernimmt seither die operativen Aufgaben.

Das LRK blickt auf 75 Jahre Engagement für Menschen in Not zurück. Das Jubiläum wird im April gefeiert. Im November bezieht das LRK seinen neuen Stützpunkt an der Zollstrasse 56 in Vaduz.

Das Jahr des 70. LRK-Geburtstags ist auch ein Jubiläum der Präsidentschaft von Fürstin Marie. Nach 30 Jahren im Amt gibt sie den LRK-Vorsitz am 12. Mai 2015 an ihre Schwiegertochter weiter.
«Sie ist mein grosses Vorbild», erklärt Erbprinzessin Sophie bei der Übernahme des Präsidiums.
Am 12. Januar 2010 wird Haiti von einem Jahrhundert-Erdbeben erschüttert: Rund 200 000 Menschen verlieren ihr Leben und mehr als 1,8 Millionen ihr Zuhause. Das LRK spendet in diesem Jahr 1,5 Millionen Franken für die Opfer.
60-Jahre-Jubiläum des LRK am 30. April 2005: Mit einer festlichen Jahresversammlung im Vaduzer Rathaussaal feiert das LRK seinen «Geburtstag».

An Weihnachten verwüstet ein Tsunami weite Teile des Gebiets rund um den Indischen Ozean: Ein Seebeben der Stärke 9,1 trifft die Küsten von Sri Lanka, Indonesien, Indien und Thailand. Durch das Beben und seine Folgen sterben rund 230 000 Menschen.
Das LRK startet eine mehrjährige Spendenaktion, die von der liechtensteinischen Regierung grosszügig unterstützt wird.
2003 wird das Kinderheim Gamander gefeiert, in dem während der zehn Jahre seines Bestehens 1'600 Kinder einen unbeschwerten Ferienaufenthalt verbringen konnten.
Im September 2001 feiert das LRK mit einem Festakt im Triesner Saal seinen Rettungsdienst, der mittlerweile seit 30 Jahren im Einsatz steht.
Insgesamt 3 Millionen Franken werden für das LRK gesammelt und Fürstin Marie zu ihrem 60. Geburtstag übergeben. 1,5 Millionen stammen von 15 Donatoren aus Liechtenstein, weitere 1,5 Millionen vom Fürsten. Das Geld fliesst in einen «Jubiläumsfonds Fürstin Marie».
Im gleichen Jahr führt das LRK erstmals seine Spendenaktion «2 × Weihnachten» gemeinsam mit der Liechtensteinischen Post AG durch.
Kinder aus Ex-Jugoslawien können auf Initiative von Fürstin Marie friedliche Ferienwochen in Liechtenstein verbringen. Seither steht das Kinderheim nicht nur liechtensteinischen Kindern, sondern auch Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten offen.
Mit dem Zusammenbruch der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien und dem Beginn des Bürgerkriegs 1989/90 beginnt eine der umfangreichsten Hilfskampagnen in der Geschichte des LRK.
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Fürstin Gina wird an der Generalversammlung der Liga der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Rio de Janeiro mit der Henry-Dunant-Medaille ausgezeichnet — der höchsten und seltensten Auszeichnung, die das Internationale Rote Kreuz zu vergeben hat.

Fürstin Gina übergibt nach 40 Jahren ihr Amt als Präsidentin an ihre Schwiegertochter (damals noch) Erbprinzessin Marie: «Ich habe dieses Amt angenommen, weil ich weiss, wie viel das Liechtensteinische Rote Kreuz für unser Land und für die Notleidenden in der Welt schon getan hat, und wie viel es noch in Zukunft tun kann.»
Die ersten Weihnachtskarten mit Motiven aus der Fürstlichen Sammlung werden im Rahmen einer Weihnachtsaktion publiziert.
Seit diesem Jahr besucht Fürstin Gina Patientinnen und Patienten im Spital Vaduz sowie Bewohnerinnen und Bewohner der Altersheime und übergibt ihnen kleine Weihnachtsgeschenke. Diese Tradition führen auch ihre Nachfolgerinnen bis heute fort.

Ein weiteres LRK-Standbein kommt dazu: Am 2. Januar nimmt der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen seinen Betrieb auf.
Das Kinderheim zieht um und findet ein neues Zuhause im Haus Gamander in Schaan.
Die in diesem Jahr erstmals lancierte Weihnachtskampagne hilft bedürftigen Familien mit Lebensmittelpaketen.
Das erste Kinderheim des LRK wird in Triesen eröffnet: Kindern aus sozial schwierigem Umfeld wird hier ein neues Zuhause geboten.
Ein weiterer, heute noch aktiver Tätigkeitsbereich kommt dazu: Das LRK führt seine erste Blutspendekampagne durch.
Elvira Wirz, langjährige Sekretärin des LRK, gründet 1951 den Samariterverein Liechtensteins. Bis heute arbeitet der Samariterverband eng mit dem LRK zusammen.
Dank der Sommerferienaktion des LRK können sich viele verarmte und überarbeitete Mütter eine kostenlose Auszeit nehmen.
Das LRK vergrössert sein Angebot weiter: Die neu gegründete Familienfürsorge kümmert sich um Kinder und Senioren und unterstützt kranke sowie gebrechliche Personen. Erst 1965 übergibt das LRK diese Verantwortung an den liechtensteinischen Staat.

Das LRK eröffnet die Säuglingsfürsorge, die heutige Mütter- und Väterberatung: Sie berät Mütter über die Ernährung und Pflege ihrer Babys. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg verbringen Hunderte von Kindern aus Deutschland oder Österreich ihre Ferien bei Liechtensteiner Familien.

Offiziell gegründet wird das LRK am 30. April 1945: Konfrontiert mit dem Elend der Flüchtlinge an der liechtensteinischen Grenze zu Österreich ergreift Fürstin Gina von und zu Liechtenstein die Initiative zur Gründung des LRK, dessen erste Präsidentin sie wird.
Knapp zwei Monate später, am 22. Juni 1945, erkennt das Internationale Komitee des Roten Kreuzes das LRK offiziell an und nimmt es in die Liga der Rotkreuz-Gesellschaften auf.
Nach dem Kriegsende strömen rund 7000 Menschen nach Liechtenstein, das damals gerade einmal 12 000 Einwohner hat. Das LRK bemüht sich um deren Versorgung und sammelt Spenden.
Im Januar 1944 tritt Liechtenstein der Genfer Konvention bei. Damit ist die Voraussetzung für die Gründung und Aufnahme des LRK in die internationale Rotkreuz-Organisation geschaffen.
